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Alpina ist einer der traditionsreichsten Namen in der Schweizer Uhrenherstellung und dennoch einer der am wenigsten vom Mainstream gefeierten. Gegründet 1883 in Winterthur von Gottlieb Hauser als Genossenschaft schweizerischer Uhrmacher, basierte Alpina auf einem radikalen Prinzip: kollektive Stärke im Dienst individueller Qualität. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte entwickelte sich die Marke von einer Mitgliedsorganisation zu einem der technisch innovativsten Hersteller der Schweiz und erwarb sich einen Ruf, der von militärischen Zeitmessern für die deutsche Marine über die weltweit erste globale Uhren-Garantie bis hin zu Werken reichte, die angeblich für die frühen rechteckigen Baguette-Uhren von Rolex gebaut wurden. 2002 von den Gründern von Frédérique Constant zurückerworben, wurde Alpina in die moderne Ära zurückgeführt, ohne seine Wurzeln aufzugeben.
Eine lange Beziehung zum Rechteck
Alpinas Verbindung zur rechteckigen Uhr ist tiefer, als die meisten wissen. In den 1930er und 1940er Jahren produzierte die Marke eckige Armbanduhren, die die Art-Déco-Bewegung auf ihrem Höhepunkt widerspiegelten. 1938 brachte Alpina die Alpina 6 auf den Markt, eine rechteckige, wasserdichte Uhr mit patentiertem Gehäusedesign, und kurz darauf die Alpina 5, ein rechteckiges Modell für Damen. Diese Uhren waren keine dekorativen Gesten. Sie waren funktional, technisch ernsthaft und emblematisch für eine Ära, in der Geometrie die Sprache des Fortschritts war. Im Zentrum der Designphilosophie der Alpina 6 stand ein Kaliber, das legendär werden sollte: das AL-490, ein handaufgezogenes rechteckiges Werk, geschützt durch das Schweizer Patent Nr. 158882, entwickelt von der Alpina-Gruppe bereits 1921 und bis 1938 auf den Markt gebracht.

Heritage Carrée Mechanical 140 Jahre – Geschichte tragbar gemacht
Im Jahr 2023, zum 140-jährigen Jubiläum, erreichte Alpina etwas wirklich Bemerkenswertes: Es fand einen Vorrat ungetragener, unbenutzter AL-490-Kaliber, restaurierte sie und verbaute sie in einer neuen Uhr namens Heritage Carrée Mechanical 140 Years. Jedes Gehäuse, poliertes Silber, mit den Maßen 29,5 mm × 35,7 mm, war ein völlig neues Design, doch das Werk im Inneren wartete seit fünfundachtzig Jahren. Auf nur 14 Stück pro Zifferblattvariante limitiert, stellten diese Uhren eine direkte, physische Verbindung zwischen Alpinas Erbe der 1930er Jahre und der Gegenwart dar. Die Zifferblätter zeigten von Art Deco inspirierte Eisenbahn-Minutenindizes, zeitgemäße arabische Ziffern, eine alte Alpina-Schriftart und beim silbernen Modell eine rechteckige kleine Sekunde bei 6 Uhr, die die Architektur des Gehäuses widerspiegelte.

Heritage Carrée Automatic 140 Jahre – Für den Rest der Welt
Da 28 Uhren den Appetit, den das Jubiläum geweckt hatte, nicht stillen konnten, folgte Alpina mit der Heritage Carrée Automatic 140 Years. Mit den Maßen 32,5 mm × 39 mm aus Edelstahl und angetrieben von einem modifizierten Sellita SW200 Automatikwerk brachte dieses Modell den ästhetischen Geist der 1930er Originale einem breiteren Publikum zu einem zugänglicheren Preis näher. Das Gehäuse behielt die abgestuften Seiten, die geometrischen Proportionen und die Art-Déco-Sensibilität seines ultra-limitierten Geschwisters bei, während das sektorförmige Zifferblatt, komplett mit Dauphine-Zeigern und zeitgemäßen Ziffern, unterstrich, dass es sich nicht um eine Nachahmung, sondern um eine echte Hommage handelt. Zwei Zifferblattoptionen, Schwarz und Silber, boten unterschiedliche Ausprägungen derselben Grundidee: dass eckige Uhrmacherei keine Neuheit, sondern eine Disziplin mit ernsthaften Wurzeln ist.
Eine Marke, die den Trend kannte, bevor er kam
Alpinas rechteckige Geschichte begann nicht 2023 und wird dort nicht enden. Es ist die Geschichte einer Marke, die die Kraft der eckigen Form verstand, bevor sie modisch wurde, die Werke dafür baute, bevor die Kategorie einen Namen hatte, und die mit echter Archiv-Integrität zu ihr zurückkehrte, als die Welt endlich bereit war, aufmerksam zu sein.






















































