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Longines ist einer der großen Namen der Schweizer Uhrmacherkunst, eine Manufaktur mit Wurzeln in Saint-Imier, die bis ins Jahr 1832 zurückreicht, geprägt durch ihr geflügeltes Sanduhr-Logo und eine Geschichte der Präzision, die Olympische Spiele, Flugrekorde und Reitturniere weltweit zeitlich erfasst hat. Longines war schon immer eine Marke mit ernstzunehmender technischer Kompetenz und selbstbewusster Eleganz, positioniert an dem Punkt, an dem Handwerkskunst und Zugänglichkeit ohne Kompromisse aufeinandertreffen. Seit 1983 Teil der Swatch Group, ist die Marke heute einer der bekanntesten und vertrauenswürdigsten Namen der Gruppe und eine der wenigen innerhalb ihres Portfolios, die eine echte rechteckige Uhrenkollektion als Säule ihrer Identität pflegt.

Ursprünge in den 1920er Jahren
Die Grundlage dessen, was später die Longines DolceVita werden sollte, liegt in den 1920er Jahren, als Longines eine Reihe rechteckiger Armbanduhren herstellte, die die Art-Deco-Ästhetik der Zeit widerspiegelten. Diese Uhren, klar gezeichnet, geometrisch präzise, getragen an Seidenbändern von elegant gekleideten Personen, waren Teil der breiteren Bewegung, die das Rechteck als Gehäuseform für anspruchsvollen Stil etablierte. Longines hat dieses Erbe nie aufgegeben. Als die Marke 1997 die DolceVita-Kollektion lancierte, erfand sie keine neue Ästhetik: Sie kehrte formal und bewusst zu einer zurück, die sie vor sieben Jahrzehnten mitgeprägt hatte. Die offizielle Beschreibung der DolceVita bestätigt dies direkt, die Kollektion ist „inspiriert von einem Modell aus den 1920er Jahren“ und hat sich im Laufe der Jahre „ohne Verlust ihrer ursprünglichen Identität“ weiterentwickelt.

Die DolceVita – Italienisches Leben in einem Schweizer Gehäuse
Die DolceVita, „das süße Leben“ auf Italienisch, das den Glamour und die Leichtigkeit der europäischen Kultur der 1950er Jahre heraufbeschwört, wurde 1997 als vorwiegend feminine Kollektion mit Quarzwerken eingeführt. Ihr Gehäuse mit sanft geschwungenen Linien und einer leicht konvexen Form, die sich dem Handgelenk anpasst, unterschied sich sofort von strengeren rechteckigen Designs. Das Zifferblatt in seinen Kernvarianten zeigt römische Ziffern, gebläute Stahlzeiger und die charakteristische Flinqué-Gravur der Marke bei ausgewählten Modellen, eine Technik, die eine subtil strukturierte, lichtreflektierende Oberfläche schafft. Die Armbandoptionen aus poliertem Stahl oder Leder wurden stets mit derselben Sorgfalt für Proportionen abgestimmt, die auch das Gehäuse prägt. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die DolceVita erweitert: Herrengrößen kamen hinzu, automatische Werke wurden eingeführt und eine eigene Unterkollektion mit diamantbesetzten Goldmodellen erweiterte das Spektrum in Richtung Haute Joaillerie.
Die Mini DolceVita – Kleinheit als Statement
Im Jahr 2023 stellte Longines die Mini DolceVita vor, eine Version der Kollektion, die bewusst ein Plädoyer für Kleinheit abgab, zu einer Zeit, in der die Branche zwei Jahrzehnte lang auf Größe gesetzt hatte. Mit 21,5 mm × 29 mm ist die Mini DolceVita wirklich klein, speziell für Tragekomfort am Handgelenk und Alltagstauglichkeit konzipiert. Die Zifferblattvarianten reichen vom klassisch Minimalistischen bis zum farbenfroh Verspielten, und ihr austauschbares Armband-System, eines der praktischsten der Branche, ermöglicht es, eine einzelne Uhr mit ungewöhnlicher Leichtigkeit in verschiedenen Kontexten und zu unterschiedlichen Outfits zu tragen. Die Mini DolceVita sorgte bei ihrer Einführung für Aufsehen: Hier argumentierte eine große Schweizer Marke mit Preisgestaltung und Proportionen, dass klein nicht minderwertig ist. Es war das richtige Argument zur richtigen Zeit und fand ein begeistertes Publikum.
Die Automatic DolceVita – Mechanische Verfeinerung in eckiger Form
Die Herrenuhr DolceVita Automatic, mit stattlichen 27,7 mm × 43,8 mm, ist der mechanisch ernsthafteste Ausdruck der Kollektion. Angetrieben vom automatischen Kaliber L592, basierend auf einem ETA A20.L01 mit 40 Stunden Gangreserve, verfügt sie über eine Datumsanzeige bei 6 Uhr und ein silbernes Flinqué-Zifferblatt, das Licht auf eine Weise einfängt, wie es nur eine handgravierte Oberfläche kann. An einem Edelstahlarmband oder Alligatorlederband ist sie eine Dresswatch, die die Kategorie wirklich rechtfertigt: zurückhaltend, ohne unsichtbar zu sein, präzise, ohne klinisch zu wirken, und rechteckig, wie es die eleganteste Tradition der Uhrmacherkunst verlangt.
Eine Kollektion, die weiß, was sie ist
Die DolceVita wird seit fast drei Jahrzehnten ununterbrochen produziert. Sie hat keinen Trends nachgejagt, ihre grundlegende Designsprache nicht verändert und hat nie vorgegeben, etwas zu sein, das sie nicht ist. In dieser Beständigkeit ist sie etwas geworden, das in der Uhrenindustrie selten ist: eine wirklich zeitlose Kollektion. Das Rechteck ist in der Welt der DolceVita kein Gimmick. Es ist der Punkt.
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