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Die drei Arten von Golduhren und wie sie unterschiedlich zerkratzen
Massives Gold (18k oder 14k)
Massive Goldgehäuse sind die weichste Option. 18k Gold besteht zu 75 % aus reinem Gold, legiert mit Silber, Kupfer oder Palladium zur Erhöhung der Festigkeit. Trotz Legierung liegt die Härte bei etwa 150 bis 200 HV auf der Vickers-Härteskala. Standard-316L-Edelstahl liegt bei etwa 200 HV. Das bedeutet, dass ein massives Goldgehäuse durch alltäglichen Kontakt mit Oberflächen, die ein Stahlgehäuse nicht beschädigen würde, sichtbar zerkratzt wird. Die Kratzer verschieben das Material, anstatt es zu entfernen, weshalb massives Gold von einem Uhrmacher professionell poliert werden kann – das Material ist noch vorhanden, nur umgelagert. Regelmäßiges Polieren entfernt jedes Mal eine kleine Menge Material, was bei dünnen Gehäusekanten langfristig zu beachten ist.
PVD-Goldton auf gehärtetem Stahl
PVD (Physical Vapour Deposition) Goldton wird auf molekularer Ebene in einer Vakuumkammer mit dem Stahlgehäuse verbunden. Das Ergebnis ist ein goldfarbener Überzug, der deutlich härter ist als massives Gold. Auf 800HV gehärtetem chirurgischem Stahl ist das Substrat unter der Beschichtung viermal härter als Standard-316L-Edelstahl. Leichte Kratzer, die massives Gold markieren würden, werden von der härteren Oberfläche unter der PVD-Schicht abgewehrt. Die Beschichtung selbst erhöht die Oberflächenhärte zusätzlich. Deshalb verwenden die Kollektionen Nostalgia und Amorous von Söner speziell PVD-Goldton auf 800HV gehärtetem Stahl – es ist die kratzbeständigste Gold-Finish-Option in dieser Preisklasse. Für die vollständige technische Erklärung siehe unseren Leitfaden zur PVD-Goldbeschichtung auf Uhren.
Goldbeschichtung (Galvanisierung)
Standard-Goldbeschichtung trägt eine dünne Goldschicht auf ein Basismetall mittels Elektrolyse auf. Die Schicht ist typischerweise 0,5 bis 2,5 Mikrometer dick. Im Gegensatz zu massivem Gold verschiebt die Beschichtung das Material nicht – sie nutzt sich ab. An stark beanspruchten Stellen wie Gehäuseboden, Schließe und Bandanstößen nutzt sich die Beschichtung bei täglichem Tragen innerhalb weniger Jahre ab und das Basismetall wird sichtbar. Dies führt zu einem ungleichmäßigen, fleckigen Aussehen, das nicht mehr poliert werden kann. Nachbeschichten ist möglich, aber der Prozess wiederholt sich.
Vergleich der Kratzerbeständigkeit
| Goldtyp | Härte | Kratzerbeständigkeit | Verschleißmuster | Reparierbar? |
|---|---|---|---|---|
| Massives Gold (18k) | 150 bis 200 HV | Gering | Kratzer sichtbar, Material verschoben | Ja: professionelle Politur |
| Massives Gold (14k) | 175 bis 220 HV | Etwas besser | Kratzer sichtbar, härter als 18k | Ja: professionelle Politur |
| Goldbeschichtung auf Standardstahl | Beschichtung: niedrig, Stahl: 200 HV | Niedrig: trägt sich durch | Ungleichmäßiger Abrieb an Kontaktstellen | Nur Nachplattierung |
| PVD-Goldton auf Standardstahl | Beschichtung: hoch, Stahl: 200 HV | Gut | Verblasst allmählich und gleichmäßig | Nachbeschichtung durch Spezialisten |
| PVD-Goldton auf 800HV gehärtetem Stahl | Beschichtung: hoch, Stahl: 800 HV | Sehr gut | Verblasst allmählich und gleichmäßig | Nachbeschichtung durch Spezialisten |
Die praktische Erkenntnis: Wenn Ihre Golduhr PVD auf gehärtetem Stahl ist, hält sie dem täglichen Tragen deutlich besser stand als massives Gold oder Standardplattierung. Bei massivem Gold sind sichtbare Kratzer im Laufe der Zeit zu erwarten – diese können jedoch wieder poliert werden. Bei Standard-Goldplattierung ist vorsichtiger Umgang wichtig, da die Schicht dünn und unwiderruflich abgetragen ist, wenn sie durchgetragen wird.
Wie man Kratzer auf einer Golduhr vermeidet
Tägliche Gewohnheiten
- Vor manueller Arbeit, Kontaktsport oder schwerem Heben abnehmen
- Uhr erst nach Auftragen von Kölnisch Wasser oder Sonnencreme anlegen: beides beschleunigt den Oberflächenverschleiß
- Am Ende jedes Tragetages mit einem weichen, fusselfreien Tuch abwischen
- Achten Sie auf harte Kanten: Türrahmen, Schreibtischecken, Tastaturen
- Vor dem Schlafen abnehmen: Kontakt mit Bettwäsche verursacht mit der Zeit Mikroabrasionen
Aufbewahrung
- Bei Nichtgebrauch in einer weich ausgekleideten Uhrenbox oder einem Beutel aufbewahren
- Niemals zusammen mit anderen Metallgegenständen oder Schmuck aufbewahren
- Uhr mit dem Zifferblatt nach oben lagern, um Kontakt von Glas und Gehäuse mit harten Oberflächen zu vermeiden
- Vermeiden Sie längere Lagerung in direktem Sonnenlicht
- Nicht in luftdichten Behältern aufbewahren: Feuchtigkeitsansammlung kann Dichtungen beeinträchtigen
Wie man eine Golduhr reinigt, ohne sie zu beschädigen
Die Reinigungsmethode hängt vom Goldtyp ab. Für alle Typen: mildes Seifenwasser und eine weiche Zahnbürste für Gehäuse und Armband, mit klarem Wasser abspülen, sofort mit einem fusselfreien Tuch trocknen. Verwenden Sie niemals Zahnpasta – trotz der weit verbreiteten Empfehlung online enthält Zahnpasta milde Schleifmittel, die Goldoberflächen zerkratzen und PVD-Beschichtungen mit der Zeit abtragen.
Bei massivem Gold: Ein Poliertuch für Juweliere ist sicher, um den Oberflächenglanz zwischen professionellen Services wiederherzustellen. Bei PVD-Goldton: dasselbe Tuch, aber mit leichterem Druck – die Beschichtung ist härter als massives Gold, aber dünner, und das Poliertuch dient nur zum Oberflächenpolieren, nicht zur Kratzerentfernung. Bei Goldplattierung: Vermeiden Sie jegliche Poliermittel vollständig. Nur sanfte Seife und Tuch verwenden.
Für eine detailliertere Anleitung speziell zu Söner Golduhren siehe unseren umfassenden Leitfaden zum Polieren einer Golduhr zu Hause.
Wann Sie sie zu einem Profi bringen sollten
Massive Golduhren profitieren alle paar Jahre von einer professionellen Politur, um die Gehäuseoberfläche wiederherzustellen. Ein Uhrmacher entfernt feine Kratzer, indem er die Gehäuseflächen sorgfältig poliert und dabei die ursprüngliche Unterscheidung zwischen gebürstetem und poliertem Finish erhält, wo dies zutrifft. Beachten Sie, dass jede Politur eine kleine Materialmenge entfernt – dies ist bei dünnen Bandanstößen und Gehäusekanten von Uhren zu berücksichtigen, die über Jahrzehnte häufig getragen und poliert werden.
PVD- und plattierte Uhren können nicht auf dieselbe Weise zurückpoliert werden. Wenn die Beschichtung stark abgenutzt ist, ist eine Neu-Beschichtung oder Neu-Plattierung durch einen Spezialisten die einzige Option. Bei einer qualitativ hochwertigen PVD-Uhr, die richtig gepflegt wird, sollte dies bei täglichem Tragen 5 bis 10 Jahre lang nicht notwendig sein.
Jede Golduhr, die Wasser, extremen Temperaturschwankungen oder chemischem Kontakt ausgesetzt war, sollte umgehend von einem Uhrmacher überprüft werden, unabhängig vom Gehäusefinish.
Häufig gestellte Fragen
Massivgold zerkratzt leichter als Standard-Edelstahl. PVD-Goldton auf gehärtetem Stahl ist in der Kratzfestigkeit vergleichbar mit oder besser als Standardstahl. Standard-Goldplattierung nutzt sich ab, anstatt nur zu verkratzen. Die Antwort hängt vollständig davon ab, welche Art von Goldfinish die Uhr hat.
Ja, bei Massivgold-Uhren. Ein professioneller Uhrmacher kann das Gehäuse polieren, um leichte Kratzer zu entfernen. Tiefe Kratzer erfordern möglicherweise eine intensivere Politur, die das Gehäuseprofil leicht verändert. Bei PVD- oder plattierten Uhren können Kratzer, die durch die Beschichtung dringen, nicht zurückpoliert werden und müssen von einem Spezialisten neu beschichtet werden.
Ja, besonders wenn PVD auf gehärtetem Stahl aufgetragen ist. Der 800HV gehärtete Stahluntergrund, der in Söner's Nostalgia- und Amorous-Kollektionen verwendet wird, ist viermal härter als Standard-Edelstahl. Die PVD-Beschichtung erhöht die Oberflächenhärte zusätzlich. Die Kombination widersteht den alltäglichen Kontaktkratzern, die ein massives Goldgehäuse sichtbar markieren würden.
Nein. Zahnpasta enthält milde Schleifmittel, die polierte Oberflächen zerkratzen und PVD- sowie plattierte Beschichtungen abnutzen. Verwenden Sie stattdessen mildes Seifenwasser und eine weiche Zahnbürste. Ein Mikrofasertuch zum täglichen Abwischen ist die effektivste einzelne Pflegeroutine für jede Uhr mit Goldfinish.
Bei angemessener Pflege hält eine hochwertige PVD-Goldton-Beschichtung auf gehärtetem Stahl 5 bis 10 Jahre, bevor sichtbare Abnutzungserscheinungen auftreten. Abnutzungserscheinungen zeigen sich zuerst an stark beanspruchten Stellen: dem Gehäuseboden, dem Verschlussmechanismus und den Bandanstößen. Bei einer gut gepflegten Uhr geschieht dies allmählich über Jahre hinweg und nicht plötzlich.
Söner's goldene rechteckige Uhren verwenden PVD-Goldton auf 800HV gehärtetem chirurgischem Stahl – viermal härter als Standardstahl, deutlich kratzfester als herkömmliche Goldplattierung. Saphirglas, 5 ATM Wasserdichtigkeit, 10 Jahre internationale Garantie. Ab 385 $.
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